30. August 2014 DIE LINKE KV Ennepe-Ruhr

DIE LINKE im Ennepe-Ruhr-Kreis gegen Waffenexporte

Bomben schaffen keinen Frieden!

Bomben schaffen keinen Frieden!

DIE LINKE. Ennepe-Ruhr-Kreis zum Antikriegstag: Nie wieder Krieg! Am Montag, dem 1. September, jährt sich der Überfall Deutschlands auf Polen und somit der Beginn des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. Für viele friedensbewegte Menschen ist dies der Anlass, an dem Gedenktag auf die Straße zu gehen.

So auch DIE LINKE. im Ennepe-Ruhr-Kreis: Sie ruft zur Teilnahme an den um 17 Uhr beginnenden Kundgebungen des DGB am Ehrenfriedhof Ludwigstal und an der Johanniskirche in Witten auf.

„Es geht aber nicht darum, bloß ein historisches Gedenken zu pflegen“, mahnt Wolfgang Krupke, Sprecher DIE LINKE. Ennepe-Ruhr.
Vielmehr gehe es auch darum, darauf aufmerksam zu machen, „dass wir auch heute noch in einer Welt leben, in der Profite, Macht und geostrategische Interessen ein friedliches Zusammenleben aller Menschen zutiefst erschweren“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Gerade die Ereignisse in der Ukraine, in Gaza und im Irak zeigten, wie aktuell der Ausruf „Nie wieder Krieg!“ sei.
„Es ist geradezu zynisch, wenn Menschenrechte dazu instrumentalisiert werden, kriegerische Handlungen zu fordern und zu rechtfertigen“, so Krupke.

„Konflikte können niemals durch Bomben und mehr Waffen gelöst werden! Wir brauchen einen sofortigen Exportstopp aller Rüstungsgüter. Nur so können wir sichergehen, dass nicht Waffen aus Deutschland in die falschen Hände geraten“

Gerade im Irak bestehe die Gefahr, dass die Türkei und Saudi-Arabien, beides Handelspartner deutscher Rüstungskonzerne, die ISIS-Kämpfer mit Waffen unterstützen. „Gleichzeitig kann es nicht sein, dass die PKK, die im Irak das Leben tausender Jesiden und Christenrettet, in Deutschland als Terror-Organisation gilt, während Anhänger des ‚Islamischen Staats’ sich frei versammeln können“, kritisiert der Kreisverband in einer Pressemitteilung.

75 Jahre nach Beginn des Zweiten und 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs sei es an der Zeit, Schwarz-Weiß-Denkmuster zu überwinden. „Gerade im Ukraine-Konflikt erleben wir, wie die meisten Medien in Deutschland höchstgradig einseitig berichten und die neue ukrainische Regierung, in der offensichtliche Faschisten vertreten sind, als Partner darstellen, während Putin dämonisiert wird“, so Krupke.

Auch der Ruf von Bundespräsident Gauck, dass Deutschland international mehr militärische Verantwortung übernehmen solle, schockiert DIE LINKE. Ennepe-Ruhr:
„Internationale Verantwortung übernimmt der, der keine Waffen exportiert, vor allem nicht in Krisenregionen. Internationale Verantwortung übernimmt der, der eine friedliche Lösung fordert und keine militärische“, so DIE LINKE. Ennepe-Ruhr abschließend.