24. Juni 2016 Ulla Weiss

LINKE fordert von Bundestagsabgeordneten des Ennepe-Ruhr-Kreises: Stimmen Sie am Freitag gegen das Pro-Fracking-Gesetz der Bundesregierung!

Überfallartig haben die Bundesregierung und die Große Koalition am Dienstag die Verabschiedung ihres Pro-Fracking-Rechts auf die Tagesordnung der Sitzung des Deutschen Bundestages am Freitag gesetzt.

Dieses Gesetz soll die Anwendung der Fracking-Technik bei der Gasförderung im Sandgestein und den Einstieg in die Gewinnung von Schiefergas mittels Fracking rechtssicher ermöglichen. Die mit der Fracking-Technik verbundenen zahlreichen Umwelt- und Gesundheitsgefahren werden dabei in Kauf genommen.

DIE LINKE fordert die Bundestagsabgeordneten, die ihren Wahlkreis im Ennepe-Ruhr-Kreis haben, auf, am Freitag gegen das Pro-Fracking-Recht der Bundesregierung zu stimmen.

Ulla Weiß, Sprecherin der LINKEN Ennepe-Ruhr, erklärt hierzu:

"Jetzt sind Dr. Ralf Brauksiepe und Cemile Giousouf von der CDU sowie Ralf Kapschack und René Röspel von der SPD gefordert, die Interessen der Bevölkerung zu vertreten.

80 Prozent der Bevölkerung fordern ein Fracking-Verbot. Und dies aus gutem Grund:
Fracking ist eine unbeherrschbare Risikotechnik, die unser Grundwasser vergiftet, Erdbeben hervorruft, das Klima schädigt und eine ungelöste Entsorgungsproblematik besitzt.

Dies ignoriert die Bundesregierung, die ein Pro-Fracking-Recht durchpeitscht, an dem die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD nur kosmetische Änderungen vornehmen wollen.
Wir fordern die Bundestagsabgeordneten auf, gegen dieses Gesetz zu stimmen."

Weiter erklärt Ulla Weiß:
"Mit Probebohrungen will die Große Koalition den Einstieg in das Fracking im Schiefergestein einleiten. Davon ist auch der Ennepe-Ruhr-Kreis bedroht, der zu großen Teilen im Feld Ruhr der Firma Wintershall, einer hundertprozentigen Tochter BASF, liegt.

DIE LINKE fordert ein Fracking-Verbot ohne Ausnahmen, um die Bevölkerung und dieUmwelt zu schützen. Wir fordern daher die Bundestagsabgeordneten aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis auf, sich für ein Fracking-Verbot ohne Wenn und Aber einzusetzen."