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Programmgestaltung Saalbau/Haus Witten unter kulturellen Aspekten

DIE LINKE Fraktion Witten

Änderungsantrag zu Drucksache 1 - Personalausstattung im Institut Saalbau/Haus Witten

Antrag:

Hiermit stellt die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Witten folgenden Änderungsantrag zur Drucksache 1 in den Beratungen des Verwaltungsrats Kulturforum am 17.3.2015:

Wir beantragen im Rahmen der Arbeitsaufnahme der neuen MitarbeiterInnen im Institut Saalbau/Haus Witten folgende Punkte:

a) Eine kritische Überprüfung des Spielplans im Hinblick auf eine stärkere Anbindung an Kinder- und Jugendtheaterinitiativen;

b) Ein neues Konzept zur Einbindung von Jugendlichen, Kindern und Schulen zu entwickeln, um dem Auftrag der kulturellen Bildung für die junge Generation stärker gerecht zu werden;

c) Eine Überprüfung, ob im Programm auch außergewöhnliche Produktionen aufgenommen werden können, die nicht nur der Unterhaltungskultur dienen. Diese Aufführungen sollen durch besondere Anstrengungen explizit an die (potentiellen) Zuschauer vermitteln werden;

d) Die Zusammenarbeit mit der „Freien Szene“ im Rahmen der Programmgestaltung weiter auszubauen.

Begründung:

Wir begrüßen die Beschäftigung der bewährten MitarbeiterInnen der Kulturgemeinde e. V. im Institut Saalbau/Haus Witten. So kann die wertvolle Arbeit, die bisher in der Kulturgemeinde geleistet wurde, sinnvoll fortgeführt und der Bestand der Abonnenten weiter aufrecht erhalten werden.

Mit dem Wechsel in das Institut Saalbau/Haus Witten ist aber auch eine Chance zu einer Weiterentwicklung der bisherigen Arbeit verbunden. Insbesondere sollte die Kulturbegeisterung der jungen Generation, Kinder und Jugendlichen, durch eine Stärkung der Vermittlungsarbeit gefördert werden. Dazu sollte auch die Zusammenarbeit mit Kinder- und Jugendtheatern möglichst ausgebaut werden.

Theaterstücke und Produktionen, die stärker an künsterlerischen Werten orientiert sind, sollten in den Spielplan aufgenommen und mit intensiver Vermittlungsarbeit der Öffentlichkeit und den ZuschauerInnen erläutert werden. Das Angebot im Saalbau sollte nicht nur auf Stücke, die „gut gehen“, beschränkt bleiben.

Neben den etablierten Theateranbietern bildet auch die „Freie Szene“ einen wichtigen Baustein in der Theaterwelt. Provokante Inszenierungen und das Aufgreifen unbequemer Themen können sich oft nur die „Freien Theater“ leisten. Diese sollten daher auch verstärkt in der Programmgestaltung berücksichtigt werden, um neben der Unterhaltung auch Impulse für die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Person und den gesellschaftlichen Strukturen zu zeigen.

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Weiß

(Mitglied im Verwaltungsrat Kulturforum)

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