ES REICHT!
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ES REICHT!
Video der Demo in Essen
ES REICHT!
Wir gehen gemeinsam auf die Straße
Die Bundesregierung plant massive Kürzungen beim Sozialstaat, die uns alle betreffen. Wir sagen: Nicht mit uns!
Bundesweite Demonstrationen auch im Ruhrgebiet:
- 01.06.2026
- 18:00 Uhr
- Viehofer Platz - 45127 Essen
Gegen Sozialabbau. Mit Würde. Für Solidarität.
Merz' Regierung plant unter anderem:
- "Beitragsstabilisierungsgesetz" - mehr Kostendruck auf Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
- Höhere Zuzahlungen bei Medikamenten für gesetzlich Versicherte
- Die Aufweichung des 8-Stunden tages
- Abbau von Integrationshilfen für Jugendliche & Menschen mit Behinderungen
- Keine Übernahme der Kosten für Sprachkurse mehr
Das bedeutet konkret:
Mehr Druck im Job. Mehr Altersarmut. Mehr Armut bei Kindern und Familien.
Es reicht!
Unsere Antworten:
- Armutsreformen stoppen: Lohn, Gesundheit& Rente sichern!
- 8-Stunden Tag verteidigen!
- Milliadärssteuer statt Kürzungen!
ES REICHT!
Pressemitteilung
Es reicht! – 1000 Menschen bei Sozialprotest in Essen
Essen, 02.06.26 – 1000 Menschen machten sich am gestrigen Montag zum Auftakt für den Sozialprotest in Essen auf den Weg. Deutschlandweit fanden in über 14 Städten Demonstrationen und Kundgebungen unter dem Motto „Es reicht! Das Leben bezahlbar machen.“ statt. Darunter auch die zentrale Demonstration für das Ruhrgebiet in Essen. Nach der Auftaktveranstaltung sind bereits weitere Demonstrationen in anderen Ruhrgebietsstädten geplant. So wurde bereits für den 15.06.2026 eine Demonstration in Gelsenkirchen angekündigt. Auch am 29.06.2026 soll es in einer der großen Ruhrgebietsstädte wieder auf die Straße gehen.
Gemeinsam mit zahlreichen Initiativen, Jugendverbänden, sozialen Organisationen und Kreisverbänden der Partei Die Linke aus dem Ruhrgebiet wird gegen die geplanten Sozialkürzungen der Bundesregierung und für die Einführung einer Milliardärssteuer protestiert.
„Diese Politik hält Menschen klein. Sie erzählt Lügen über Menschen und ihre Lebensrealitäten. Sie macht Arme zu Sündenböcken. Sie macht Migranten, zu Feindbildern. Und sie verkauft Sozialabbau als Vernunft. Doch wir lassen uns das nicht länger gefallen. Denn die eigentliche Frage lautet nicht, ob wir uns den Sozialstaat leisten können. Die eigentliche Frage lautet, in was für einem Land wollen wir eigentlich leben?“, eröffnete Cansin Köktürk, sozialpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke um 18 Uhr die Demo am Viehofer Platz.
Vom Viehofer Platz zum Kennedymarkt
Der im Vorfeld über diverse Social Media Kanäle beworbene Protest startete gegen 18 Uhr am Viehofer Platz. Nach einigen teils stimmungsvollen, teils herzergreifenden Redebeiträgen, ging es mit einem Demonstrationszug um die östliche Innenstadt und das Rathaus herum zum Kennedyplatz. Dort wartete bereits eine am Nachmittag aufgebaute Bühne auf die Demonstrant:innen.
„Die Menschen machen sich auf, weil sie sagen: Es reicht! Es reicht verdammt nochmal, was diese Regierung tut“, beginnt Alexandra Mehdi, designierte Spitzenkandidatin zur Landtagswahl der Die Linke NRW die Abschlusskundgebung auf dem Kennedyplatz. „Die Kürzungen überall. Die Kürzungen in der Bildung, die Kürzungen im Gesundheitswesen. Die Kürzungen überall da, wo die Menschen das Geld am nötigsten brauchen. Es reicht mit euren Kürzungen! Schluss mit Sozialer Kälte! Her mit einem Land, das in Menschen investiert und nicht in ihre Verarmung!“
Kritisiert werden unter anderem die geplante Reform des Arbeitszeitgesetzes, die den Acht-Stunden-Tag weiter aushöhlen würde, Verschlechterungen bei der Gesundheitsversorgung sowie massive Verschärfungen bei der neuen Grundsicherung. Die Linke warnt davor, dass die geplanten Maßnahmen zu mehr Unsicherheit im Arbeitsleben, wachsender Kinder- und Altersarmut sowie einer weiteren sozialen Spaltung führen werden. Bereits heute sei jedes sechste Kind in Deutschland armutsgefährdet, während gleichzeitig jede:r fünfte Rentner:in unter Armutsrisiko lebe.
Bündnis kritisiert die mediale Vorberichterstattung
Kritisiert wird allerdings auch, dass im Vorfeld so gut wie keine Berichterstattung zu den Protesten erfolgt sei. So habe die lokale Presse dazu beigetragen, die Mobilisierungskraft des Protestes zu schwächen und Autofahrer:innen mangels Informationen in ein Stauchaos hineinsteuern lassen. Radio Essen etwa berichtete erst wenige Stunden vor Beginn des Protestes auf der eigenen Internetseite.
„Knapp 1000 Menschen folgten am Montag unserem Aufruf zum Sozialprotest nach Essen. Und das, obwohl im Vorfeld kaum ein Lokalmedium davon berichtete. Wer in den letzten Tagen dem lokalen Radiosender Radio Essen lauschte, wartete vergeblich auf eine Meldung zu unseren Protesten. Ähnlich sieht es bei lokalen Printmedien aus.“, kritisiert Tobias Umbreit, Kreissprecher der Essener Die Linke und Mitorganisator der Proteste. „Man könnte meinen, der Startschuss zu Sozialprotesten, auf die die Menschen in diesem Land seit Wochen warten, seien nicht erwähnenswert genug.“
Weitere Sozialproteste bereits angekündigt
Die nächsten Proteste sind bereits angekündigt. So findet etwa am 15.06.2026 um 18:00 Uhr am Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen der nächste Sozialprotest des Bündnisses „Es reicht“ statt. Auch der 29.06.2026 sei bereits in der Planung. Der Ort hierfür werde zeitnah bekannt gegeben.
Zu den Unterstützer:innen des Protestbündnisses gehören neben mehreren Ruhrgebiets-Kreisverbänden der Partei Die Linke unter anderem Jugendorganisationen, soziale Vereine und Einzelpersonen des öffentlichen Lebens aus Nordrhein-Westfalen.



