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ENSSQ

Aktion von ENSSQ im Rahmen der Aktionen „Solidarisch aus der Pandemie“

Das Bündnis Ennepe-Ruhr stellt sich quer (ENSSQ) ruft zur zweiten Aktion „Solidarisch aus der Pandemie“ am 17. Januar ab 18 Uhr in Witten auf dem Rathausplatz auf.

 

Wir laden alle Menschen ein, sich mit uns auf dem Rathausplatz in Witten zu versammeln. Dort möchten wir allen an Corona-Verstorbenen aus Witten gedenken. Dazu zünden wir nach einigen einführenden Worten für jeden Verstorbenen ein Licht an und verweilen dort in stillem Gedenken für etwa eine halbe Stunde. Bitte denkt daran, während der Versammlung Maskenpflicht und Abstandsgebot einzuhalten.

140 Corona-Verstorbene in Witten

Bereits am Montag zuvor haben wir mit über 150 Aktiven auf dem Berliner Platz ein starkes politisches Signal für eine solidarische Coronapolitik gegeben. Friedlich und in angenehmer Atmosphäre haben wir klare Worte gesprochen.
Corona ist eine potentiell tödliche Gefahr für alle. Wir müssen diese Pandemie ernst nehmen! Stand 12. Januar waren es bereits 140 Wittenerinnen und Wittener. Menschen, die geliebt wurden und deren Angehörige sie schmerzlich vermissen. Menschen, die Ziele in ihrem Leben hatten und diese gern weiterverfolgt hätten. Menschen, deren Tod zu diesem Zeitpunkt nicht hätte sein müssen!

Gegen die Ausbeutung von Tier und Natur

Die unnachgiebige Ausbeutung der Natur, die Zerstörung der letzten Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen bringt uns näher zu Erregern, die wir sonst nie kennengelernt hätten. Die kapitalistische Verwertungslogik, die den Profit aus den letzten noch unberührten Winkeln dieser Welt ziehen will, ist mit dafür verantwortlich, dass neue Erreger von Tieren auf Menschen überspringen. So ein Ereignis gilt auch als wahrscheinlichster Ursprung für die aktuelle Virus-Pandemie.

Wir wollen Solidarität umsetzen.

Statt konsequente Lockdowns mit sozialen Absicherungen durchzuhalten, sollen die Geschäfte überall möglichst ungestört weiterlaufen. Dies bedeutet zu wenig Abstand der Menschen untereinander, zu viele physische Kontakte, überlastete Gesundheitsämter und Krankenhauspersonal. Und es bedeutet, dass Menschen sich mit Corona anstecken und sterben. Für diese Verstorbenen stehen wir zusammen und betrauern ihren Tod und kämpfen zusammen für einen solidarischen Weg aus der Coronakrise und ein Umdenken in unserer Wirtschaftsweise, um weitere Pandemien dieser Art zu verhindern. Wir grenzen uns mit dieser Aktion klar von den Coronaleugnern ab, die sich sonst montags auf dem Rathausplatz treffen.

Wir wollen eine weltweite Solidarität mit allen Menschen. Wir kommen nur gemeinsam aus der Pandemie heraus. Sonst bilden sich irgendwo wieder neue Mutationen, die überall Kranke und Tote zur Folge haben. Ein Baustein der Prävention ist die Freigabe der Impfpatente, um allen Staaten den Zugang zum Impfstoff zu ermöglichen.

140 Corona-Verstorbene in Witten sind genug!