Die Linke zur Haltung der hiesigen CDU zu Rücktrittsforderungen an Jens Spahn
Wie die örtliche Presse berichtete, sei die CDU im Ennepe-Ruhr-Kreis, insbesondere die Frauenunion auf Distanz zu Jens Spahn gegangen, so Linda Voss, Sprecherin der Schwelmer Linken. „Das ist zwar erfreulich,“ fährt sie fort, „aber warum hat sie sich nicht schon im Frühjahr geäußert, als der Fall des Bundestagsabgeordneten Hendrik Streeck bekannt wurde? Das Kind von ihm und seinem Ehemann wurde ebenfalls in den USA von einer Leihmutter zur Welt gebracht.“
Dominik Hoffmann, Mitglied im Ortsvorstand, ergänzt: „Leider ist die Haltung der hiesigen CDU „nicht Fisch, nicht Fleisch.“ Sie stärkt Spahn nicht den Rücken, fordert aber auch nicht seinen Rücktritt. Ich persönlich hätte mir dazu auch eine Äußerung von Johannas Burbulla, immerhin CDU-Landtagskandidatin, gewünscht. Und eine Leihmutterschaft ist für mich nichts anderes als eine kapitalistische Ausnutzung des weiblichen Körpers. Reiche Menschen können sich so etwas wohl leisten. Warum haben er und sein Mann ihren berechtigten Kinderwunsch nicht durch eine Adoption erfüllt? Schwangerschaft und Geburt dürfen nicht zu Dienstleistungen werden, die sich nur Reiche bzw. Einflussreiche kaufen können.“
Und Jürgen Senge, Sprecher des Ortsverbandes, meint: „Bei solch selbstherrlichem Gehabe von Spitzenpolitikern mit ihrer Doppelmoral, die „Wasser predigen und Wein saufen“, dürfen sich die bürgerlichen Parteien wahrlich nicht wundern, wenn sie nicht mehr gewählt werden.“
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