Internationaler Frauentag 2026
Der anstehende Internationale Frauentag am 8.3. erinnert an eine Initiative sozialistischer Gruppierungen vor dem ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für und die Emanzipation der Frauen. Bei dem „Brot-und-Rosen-Streik“ 1912 kämpften Frauen mit Migrationshintergrund entschieden für ihre Interessen. Sie forderten nicht nur gerechten Lohn (Brot), sondern auch eine menschenwürdige Arbeits- und Lebensumgebung (Rosen).
Die Linke Schwelm ist der Ansicht, dass eine Lohnangleichung längst überfällig ist. Es sei ein Gebot der Gerechtigkeit und eine Frage der ökonomischen Vernunft, dass zwischen den einzelnen Geschlechtern Lohngerechtigkeit herrscht und ein Skandal, so Jürgen Senge, Sprecher der Schwelmer Linken, dass Frauen in Deutschland im Schnitt immer noch 16 Prozent (vor 10 Jahren wären es 22 Prozent gewesen) weniger verdienten als Männer. Das liege vor allem daran, dass Frauen oft in schlechter bezahlten Jobs, in Teilzeit und Minijobs arbeiten.
Das Motto des Weltfrauentages 2026 lautet: „Mitbestimmen. Mitgestalten. MehrWert Gleichstellung.“ Linda Voss, Sprecherin der Schwelmer Linken dazu: „Aktuell wird das Thema Frauenstreik in den Medien ja stark diskutiert. Wir streiten gemeinsam für eine solidarische Arbeitswelt, in der Respekt gelebte Praxis und Rückschritt keine Chance hat. Äußerungen, wie die des Bundeskanzlers, der von Lifestyle-Teilzeit schwadroniert, sind völlig aus der Zeit gefallen. Sie zeigen, dass er und weite Teile der CDU die Sorgen und Nöte von Familien, vor allem von Frauen, nicht verstanden hat, nicht verstehen will.“
Debora Voet; Mitglied im Ortsvorstand der Schwelmer Linken, pflichtet bei: „Der Internationale Frauentag wäre ein guter Anlass für die örtliche CDU sich von den Worten ihres Parteivorsitzenden zu distanzieren und sich z.B. solidarisch mit den Frauen zu erklären, die eben nicht ganz freiwillig in Teilzeit beschäftigt sind. Zwar behauptet die CDU, dass alle Menschen, die erziehen oder pflegen, weiter in Teilzeit gehen können, sofern sie es ihrem Arbeitgeber begründen. Aber das wirft doch Fragen auf: Bis zum wievielten Lebensjahr des Kindes gilt Erziehung als genehme Begründung für Teilzeitarbeit? Darf ich mit Kita-Platz genauso in Teilzeit wie jemand, der dummerweise keinen findet?“
Jürgen Senge weist abschließend auf den Aufruf und die Veranstaltung des Frauencafés und der Gleichstellungsstelle der Stadt zum Internationalen Frauentag am 7. März ab 15 Uhr im Schloss Martfeld hin. „Die Einladung richtet sich ja explizit nur an Frauen, damit sich diese vielleicht unbeschwert und ohne Anwesenheit von Männern unter sich austauschen können. Wir wünschen der Veranstaltung auf jeden Fall viel Erfolg.“
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