Teilnahme an Gedenkfeier
Viele Wittener:innen gedenken der Reichspogromnacht vom 09.November 1938
n dieser Nacht vor 87 Jahren brannten in ganz Deutschland Synagogen und jüdische Einrichtungen. Auch die Wittener Synagoge brannte nieder, während Schaulustige, Feuerwehr und Polizei tatenlos zusahen. Menschen jüdischen Glaubens wurden verfolgt, misshandelt, ermordet oder in Konzentrationslager verschleppt – legitimiert durch eine staatlich organisierte Judenfeindlichkeit. Viele Historiker:innen sehen in dieser Nacht den Wendepunkt, an dem aus Entrechtung und Hetze offene Gewalt und schließlich der Holocaust wurden, bei dem über sechs Millionen Jüdinnen und Juden von Deutschen ermordet wurden.
Wir gedenken heute der Opfer dieser Verbrechen. Doch Erinnerung allein genügt nicht. Sie muss uns verpflichten, aus der Geschichte zu lernen und Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen.
Die Linke Witten war heute mit vielen Mitgliedern bei der Gedenkveranstaltung vertreten und hat am Mahnmal der zerstörten Synagoge einen Kranz mit dem Appell „Nie wieder ist jetzt“ niedergelegt.
Dieses „Jetzt“ ist nicht abstrakt: Wieder werden jüdische Einrichtungen angegriffen. Wieder haben Jüdinnen und Juden in Deutschland Angst, ihren Glauben offen zu zeigen. Wieder müssen Menschen um ihre Sicherheit fürchten, weil sie jüdisch sind.
Erinnerung bedeutet auch, nicht in alte Muster von Feindbildern zurückzufallen.
„Jetzt“ lebt die größte jüdische Gemeinschaft weltweit in Israel. Viele Familien haben dort Wurzeln, weil ihre Vorfahren vor Verfolgung und Vernichtung durch die Nazis fliehen mussten. Wer möchte, dass jüdisches Leben in Sicherheit und Freiheit möglich ist, muss daher auch das Existenz- und Selbstverteidigungsrecht Israels anerkennen und schützen. Wer jüdisches Leben angreift, indem er Israel seine Existenzberechtigung abspricht, hat aus der Geschichte nichts gelernt.
„Nie wieder“ darf keine bloße Formel sein. Es ist ein Auftrag – für unser Denken, unser Handeln und unsere Solidarität im Hier und Jetzt!
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