Aktuelle Nachrichten
von den Schwelmer Linken
Im Gedenken an die Opfer des Faschismus zum 9. November
Zum 9. November gedenkt die Schwelmer Linke der Opfer des Faschismus, insbesondere der Opfer der Novemberpogrome innerhalb der lokalen jüdischen Gemeinde. In Schwelm fielen auch Oppositionelle und über tausend junge Soldaten, die von den Nazis an die Fronten gezwungen wurden, dem Faschismus zum Opfer.
An all diese Schicksale erinnern in Schwelm das Mahnmal an der ehemaligen Synagoge am Fronhof und eine Gedenktafel auf dem Friedhof. An beiden legten Linda Voss und Jürgen Senge, Sprecherin und Sprecher des Ortsverbands Die Linke Schwelm heute in stillem Gedenken Gestecke nieder.
„Ihr seid nicht vergessen – lautet die Botschaft mit der wir heute im Namen des Ortsverbandes an all die Schicksale erinnern, die der Faschismus auch in Schwelm forderte.“, so Jürgen Senge. „Mit Bestürzen haben wir dabei an der Gedenktafel für die Opfer, die im Kampf gegen den Faschismus ihr Leben gaben, Hakenkreuz-Schmierereien vorgefunden. Das verdeutlicht mehr denn je, das Antifaschismus auch heute wieder in der Gesellschaft gelebt werden muss. Das sind wir den tapferen Menschen, die dem Nationalsozialismus die Stirn geboten haben, schuldig“, fügt er hinzu und erstattet Anzeige bei der Polizei, die die Schmiererei provisorisch abdeckte, bis sie von der Friedhofsverwaltung entfernt wird.
„Das Gedenken am 9. November sollte nicht nur ein reiner Akt der Erinnerung sein. Es sollte uns gerade in Zeiten wie diesen dazu ermahnen, Rassismus, Antisemitismus und jedwede politische Aktion und Rhetorik, die dem Faschismus als Nährboden dienen kann, aktiv zu unterbinden.“ ergänzt Linda Voss, Sprecherin und Fraktionsvorsitzende der Schwelmer Linken. „Wir stellen fest, dass sich in den letzten Jahren erneut eine rechte, fremdenfeindliche und rassistische Rhetorik in der Politik und den Medien etabliert hat, die Ungleichheit stiftet und die Gesellschaft spaltet: Ein Nährboden für rechtsextreme Tendenzen. Deshalb rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger, die Schwelmer Parteien und den Bürgermeister zu einer klar antifaschistischen Haltung und Abgrenzung gegen rechts auf“.



